Mit 46 will ich nicht weniger vom Leben. Ich will die Energie dafür.
Ich bin seit über zehn Jahren Unternehmerin und liebe es nach wie vor, Dinge aufzubauen, Menschen zu führen und Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Und außerhalb des Business möchte ich genauso viel vom Leben. Reisen. Lernen. Genießen. Neugierig bleiben. Neues erleben. Gute Gespräche führen. Zeit mit Menschen verbringen, die ich liebe.
Meine Pläne sind mit 46 definitiv nicht kleiner geworden. Was sich verändert hat, ist die Rolle, die meine eigene Energie dabei spielt.
Mit 36 habe ich bei einem Ziel vor allem gedacht:
Will ich das?
Kann ich das?
Wie komme ich dahin?
Heute gehört für mich noch eine andere Frage dazu:
Wie möchte ich mich fühlen, während ich all das lebe?
Denn ein Leben kann auf dem Papier hervorragend funktionieren und sich trotzdem ziemlich anstrengend anfühlen. Das gilt auch für Erfolg. Ich möchte nicht nur wissen, was ich noch erreichen, aufbauen oder bewegen kann. Ich möchte die Energie haben, mein eigenes Leben auch wirklich zu genießen.
Energie ist für mich Teil eines guten Lebens geworden
Vielleicht ist das eine der Veränderungen, die ich an Midlife gerade besonders spannend finde. Man kennt sich besser. Man merkt schneller, was einem guttut und was dauerhaft Kraft kostet. Welche Rhythmen funktionieren. Welche nicht mehr. Wo man nur noch aus Gewohnheit mitmacht. Und was einem wirklich wichtig geworden ist.
Für mich bedeutet das nicht, weniger ambitioniert zu sein. Es bedeutet, bewusster mit der eigenen Energie umzugehen. Und genau deshalb schaue ich heute auch noch einmal anders auf Ayurveda, obwohl dieses Wissen mich schon seit über 20 Jahren begleitet.
Prana. Tejas. Ojas.
Drei Begriffe beschäftigen mich dabei gerade besonders.
Prana steht für unsere Lebensenergie. Für Bewegung, Lebendigkeit und die Kraft, überhaupt ins Tun zu kommen.
Tejas beschreibt Klarheit, innere Strahlkraft und die Fähigkeit, wahrzunehmen, zu unterscheiden und gute Entscheidungen zu treffen.
Ojas steht für Substanz, Stabilität und Vitalität. Für das, was uns trägt, wenn das Leben voll wird.
Energy. Clarity. Vitality.
Früher fand ich diese Konzepte schon faszinierend. Heute verstehe ich noch konkreter, warum sie für mich relevant sind. Denn was nützt mir ein großes Leben, wenn mir irgendwann die Energie fehlt, es zu leben? Was nützt Erfolg, wenn ich ihn nicht genießen kann? Und was nützt Freiheit, wenn mein Körper und mein Nervensystem permanent versuchen, mit meinem Leben Schritt zu halten?
Midlife, but make it radiant.
Vielleicht möchte ich deshalb mit 46 gar nicht unbedingt langsamer werden. Ich möchte bewusster leben. Ich möchte wissen, was meine Energie stärkt. Welche Rhythmen mich tragen. Was mich klar hält. Und was ich brauche, um langfristig vital zu bleiben.
Ich möchte nicht weniger vom Leben.
Ich möchte die Energie haben, es wirklich zu leben.
Midlife, but make it radiant.